Linke-Anfrage: Reichinneks Kampf mit Migräne – und die beschämende Antwort der Bundesregierung
Linke-Politikerin Heidi Reichinnek sprach zuletzt offen über ihre Migräne-Erkrankung. Ihre Partei brachte die Sorgen und Probleme chronischer Migränepatienten auch im Bundestag ein. Nun sind die Antworten da – und nicht nur Reichinnek ist schwer enttäuscht.
TL;DR
- Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion, machte ihre Migräne-Erkrankung öffentlich und thematisierte die Probleme von Betroffenen im Bundestag.
- Eine Kleine Anfrage der Linkspartei an die Bundesregierung offenbarte erhebliche Datenlücken bezüglich der Versorgung, Forschung und Prävention von Migräne in Deutschland.
- Die Bundesregierung gab wiederholt an, keine Erkenntnisse zu haben, wie lange Betroffene auf Facharzttermine warten oder wie viele Patienten als untherapierbar gelten.
- Experten und Betroffene äußerten tiefe Enttäuschung über die mangelnde Datengrundlage und die fehlende Priorisierung des Themas durch die Regierung, was auf eine Unterschätzung der Erkrankung hindeutet.
- Die Regierung plant keine ressortübergreifende Strategie zur Verbesserung der Situation von Migränepatienten und hat in den letzten zehn Jahren nur geringe Mittel für Informationsmaterialien ausgegeben.